Gedicht von Ilse Seidel


Frühling

Heimliches Beginnen
zartes Knospen
mutiges Drängen
Frühsonne aus Osten
so zieht der Frühling bei uns ein
mit leisem Locken der Vögelein.
Es zwitschert und jubelt in der Natur.
Das Glücklichsein zieht seine goldene Spur.
Das Auge entzückt sich
am süßen Gescheh'n
berauschende Wunder sieht es ersteh'n.
Das Menschsein
ach, es ist plötzlich so schön,
die Sinne gesteigert vom sanften Föhn,
so fängt in Füssen der Frühling an
beschenkt Dich auf's Reichste -
bietet Seligkeit an.

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