Gedicht von Ilse Seidel


Am Dreikönigstag 1992

Still, ganz still liegt die kleine Stadt
und es ist doch noch früh am Abend.
Im Schein der Laternen, auf Altstadtgrau
ist alles so lieblich und labend.
Die Sternensinger verkündeten froh,
daß Christ in die Welt gekommen,
aus Gnad' und Erbarmen mit dem Menschengeschlecht
wurd' Er Mensch
Ihr alle habt es vernommen.
Er wurde für uns ein Kindlein klein,
als Flüchtlingskind wurd' Er geboren
und wollte wie wir Mensch jetzt sein,
genau so wie wir, verloren.
Der König des Kosmos kam Selbst zu uns,
nahm auf sich die menschliche Bürde,
Gefahren, Verfolgung, Not und Pein
waren für Ihn keine Hürde.
Er kam als Erlöser von aller Qual,
dafür ließ Er Thron und Krone im All,
lag in der Krippe in Behtlehems Stall
als Menschlein wurde Er geboren.
Aus Gehorsam zum Vater, aus Demut vor Gott,
aus Vertauen in des Schöpfers Liebe,
Nur so überwindet man Grauen und Tod,
dahinter stehen die Siege.
Das ist das Geheimnis vom Königtum,
vom Sieg über alle Gefahren,
die frohe Botschaft gilt auch Dir
und Du sollst sie nicht eng verwahren.
Verkünde das Wunder
den Jesus Christ
der Sieg über alle Finsternis ist
Halleluja und Amen!

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